Hans Bibelriether (*1933)

Portraitbild von Hans Bibelriether mit seinem Zitat: Natur Natur sein lassen.

Hans Bibelriethers Lieblingsbaum ist tot. Es ist eine Fichte am Rachelsee im Nationalpark Bayerischer Wald, deren Alter er auf über 300 Jahre schätzt. Aber traurig ist der Forstmann deshalb nicht und besucht sie weiterhin gerne: der Wald ändert sich eben, so wie die Heimat, und wenn ein Baum altersschwach wird und zusammenbricht, bietet er die Grundlage für neues Leben. Dafür, dass wenigstens in Nationalparks diese Entwicklung zugelassen wird, hat Hans Bibelriether vier Jahrzehnte sich engagiert, koaliert, mobilisiert, publiziert.


Die „Gruppe Ökologie“ um den Verhaltensforscher und Nobelpreisträger Konrad Lorenz und den Filmemacher Horst Stern hat er mit begründet. Mitarbeiter habe er eingestellt, wenn sie die richtige Gesinnung hatten, sagt er; Geld kam auch von Mäzenen. Neben und nach seinem Amt als Nationalparkleiter trug er im Verein der Freunde des Nationalparks und auf internationaler Ebene dazu bei, Standards für Großschutzgebiete zu setzen. Der vielfach ausgezeichnete Beamte und Aktivist hat sämtliche ihm zur Verfügung stehenden Register von Staat, Verwaltung und Nicht-Regierungs-Organisationen gezogen – alles für die Wildnis.

Historisches Foto aus privatem Bestand vom Ende der Sechziger Jahre mit Oberforstmeister Doktor Hans Bibelriether als Leiter, Hartmut Strunz, Revierförster und dem ersten Mitarbeiter, heute als letzter der Belegschaft der ersten Stunde noch im Dienst beim Nationalpark, Oberforstmeister Dr. Georg Sperber als stellvertretender Leiter.

So startete die Verwaltung des ersten deutschen Nationalparks am 2. November 1969 in Spiegelau (von links nach rechts): Oberforstmeister Dr. Hans Bibelriether als Leiter, Hartmut Strunz, Revierförster und erster Mitarbeiter, heute als letzter der Belegschaft der ersten Stunde noch im Dienst beim Nationalpark, Oberforstmeister Dr. Georg Sperber als stellvertretender Leiter (Foto: Privatarchiv Dr. Hans Bibelriether, 1969).

Gesamter Beitrag in den Naturschutzgeschichte(n)

Das gesamte Interview finden Sie ab Seite 25:
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