Regionen im Wandel – Mehr Raum für Bestäuber

Bestäuber fördern – aber welche, wo und wie?

Der Regionalverband Flachgau-Nord und die Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL) widmen sich diesen Fragen in einem zweijährigen, grenzübergreifenden Projekt.

Ziele

Wir wollen Bestäuber (insbesondere Honig- und Wildbienen) in der Landschaft fördern.

Wir wollen herausfinden, welche Wildbienen in der Grenzregion Berchtesgadener Land, Traunstein und Salzburger Land vorkommen. Gibt es besondere Arten? Welche Strukturen nutzen die Bienen und in welcher Umgebung kommen sie vor? Welche Strukturen müssen vorhanden sein um möglichst viele Arten in der Landschaft zu halten?

Aus diesen Daten und aus einer Literaturrecherche werden wir konkrete Maßnahmen entwickeln, wie unsere Landschaft für Bestäuber attraktiver gemacht werden kann. Dabei wollen wir auch ökologische Mindeststandards und sinnvolle Kombinationen erarbeiten. Wir möchten unseren politischen Entscheidungsträgern und Landwirten möglichste konkrete und praxisnahe Empfehlungen geben können.

Aktueller Stand

Mit dem Institut für Biodiversitätsinformation e. V. (IfBi, Ebern) konnten wir einen versierten Partner hinsichtlich Wildbienenschutz als Auftragnehmer für unser Projekt gewinnen.

Mittels Fernerkundung über Luftbilder wurde in der ersten Hälfte von 2019 das Landschaftspotential für Wildbienen in den Gemeinden des Regionalverbands Flachgau Nord, sowie in Bayern in den Gemeinden Laufen, Fridolfing, Kirchanschöring und Tittmoning bewertet. Dabei wurden vor allem wichtige Landschaftsstrukturen, wie Hecken, Feldraine, extensive Grünländer, Waldränder einbezogen.

Wir untersuchten Wildbienen an ausgewählten Strukturen an acht verschiedenen Standorten in den Gemeinden Nußdorf, St. Georgen, Laufen und Fridolfing. Insgesamt fanden verteilt auf doe Jahre 2019 bis 2021 jeweils 6 Begänge statt. Dabei wurden 825 Individuen aus insgesamt 96 Wildbienenarten registriert. Darunter waren 24 Arten die auf der Roten Liste Bayern stehen. In den strukturreichen Untersuchungsgebieten fanden sich im Schnitt etwa doppelt so viele Arten wie in den strukturarmen Gebieten.

Für alle Untersuchungsflächen wurden im Endbericht spezifische Praxistipps und Vorschläge für Maßnahmenpakete erarbeitet.

Wir haben vier Vernetzungstreffen mit regionalen Akteuren im Wildbienenschutz organisiert. Drei Treffen fanden real statt, ein weiteres Treffen haben wir digital durchgeführt. Zuletzt diskutierten wir beispielhaft auf den Flächen der Gemeinde Göming über die Möglichkeiten diese für Wildbienen noch zu optimieren.

Interessierte Kommunen konnten an einer Exkursion zu zweien unserer Untersuchungsflächen teilnehmen. Außerdem haben wir allen Euregio-Kommunen unsere Ergebnisse zur Verfügung gestellt und den Landwirten, die unsere Untersuchungsflächen bewirtschaften, Maßnahmenvorschläge zukommen lassen. Leider konnten wir - aufgrund der Corona-Einschränkungen - unsere Projektergenisse nicht bei einem Euregio-Ratstreffen vorstellen.

Zum 31.08.2021 wurde das Projekt erfolgreich beenden. Wir sind im Gespräch für ein Fortsetzungsprojekt.

Ergebnisse

Endbericht

pfeile "INTERREG Österreich-Bayern Kleinprojekt "Regionen im Wandel - Mehr Raum für Bestäuber""
(Symbol für ein barrierearmes pdf. 7,69 MB)

Eine Website mit neun Struktur-Steckbriefen für Wildbienen

pfeile "Strukturen für Wildbienen in der landwirtschaftlichen Flur"

Eine Broschüre zu Feldwegen als Wildbienen-Lebensraum

pfeile "Feldwege aufwerten - Wildbienen schützen und fördern"

Aktuell arbeiten arbeiten wir noch an einer weiteren Broschüre:

"Spielplätze aufwerten - Wildbienen schützen und fördern"

Förderung und Dank

Das Projekt „Regionen im Wandel – Mehr Raum für Bestäuber“ (SBG 165) wird als EuRegio Kleinprojekt gefördert im Rahmen des Interreg-Programmes Österreich-Bayern 2014-2020. Wir danken für die freundliche Unterstützung der EuRegio Salzburg - Berchtesgadener Land – Traunstein, insbesondere für das Engagement von Frau Sarah Scheidler.

Projektpartner

Logo Regionalverband Flachgau Nord.Regionalverband Flachgau Nord (Leadpartner)
Ansprechpartner: Cathrine Maislinger, Joseph-Mohr-Straße 4a, 5110 Oderndorf, Telefon: +43 6272 41217,
E-Mail: maislinger@flachgau-nord.at


Logo der ANL. Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (Projektpartner)
Ansprechpartner:
Dr. Bernhard Hoiß, Telefon: +49 8682 8963-53, E-Mail: Bitte geben Sie die E-Mail-Adresse entsprechend dem Muster ein. Sie setzen sich aus vorname.name@anl.bayern.de zusammen.
Dr. Wolfram Adelmann, Telefon: +49 8682 8963-55, E-Mail: Bitte geben Sie die E-Mail-Adresse entsprechend dem Muster ein. Sie setzen sich aus vorname.name@anl.bayern.de zusammen.

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