Auszeichnung "Naturschutzpartner Landwirt 2025" für besonderes Engagement im Naturschutz
Pressemitteilung
Nr. 25/14

Landwirtschaftliche Betriebe bei Preisverleihung in Nürnberg gewürdigt
Blütenbunte Mähwiesen, artenreiche Streuobstwiesen oder Feucht- und Nasswiesen in unterschiedlichen Höhenlagen sind wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen und ein Aushängeschild des Naturschutzes. Für den Erhalt der artenreichen Kulturlandschaft spielt die naturschonende Bewirtschaftung eine entscheidende Rolle. Der Wettbewerb „Naturschutzpartner Landwirt 2025“ würdigt daher landwirtschaftliche Betriebe, die sich besonders für den Erhalt der biologischen Vielfalt und ökologisch bedeutsamer Lebensräume einsetzen. Bei der gestrigen Preisverleihung in der Kaiserburg Nürnberg verlieh das Bayerische Umweltministerium die Auszeichnung „Naturschutzpartner Landwirt“ gemeinsam mit dem Bayerischen Bauernverband sowie dem Deutschen Verband für Landschaftspflege e.V. an von einer Jury ausgewählte landwirtschaftliche Betriebe. Die Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege unterstützte die Veranstaltung fachlich und organisatorisch.
Die Preisträgerinnen und Preisträger stehen beispielhaft für vorbildliche Bewirtschaftung: nachhaltige Flächennutzung, Pflege artenreicher Lebensräume sowie Erhalt seltener Rassen und Sorten. Durch ihr Engagement tragen sie maßgeblich zur Arten- und Lebensraumvielfalt in Bayern bei und sind verlässliche Partnerinnen und Partner im Naturschutz.
Bei der Preisverleihung erhielten 15 Betriebe aus allen Regierungsbezirken Bayerns die Auszeichnung „Naturschutzpartner Landwirt“. Davon erhielten zehn Betriebe einen Geldpreis zu je 1.000 Euro und fünf Betriebe Sachpreise in Form von je einem 100-Euro-Gutschein für ANL-Veranstaltungen und für Produkte der Firma „Engelbert-Strauss“ (bereitgestellt vom BBV).
Der Einsatz der ausgezeichneten Betriebe spiegelt Bayerns Vielfalt wider: Almen, Äcker, Niedermoore und Streuobstwiesen werden naturschonend bewirtschaftet, Feuchtlebensräume wiedervernässt. Weitere Preisträgerinnen und Preisträger, erhalten seltene Sorten und Tierrassen oder vermarkten ihre hochwertigen Naturschutz-Produkte. Sie setzen sich für den Artenschutz ein und stehen alle für eine Landwirtschaft, die unsere bayerische Kulturlandschaft bewahrt und für die Zukunft sichert.
Preisträgerinnen und Preisträger 2025
Mittelfranken:
- Geldpreis: Biorefugium Grimm (Wolfgang und Doris Grimm), Thalmässing, Lkr. Roth: Haltung seltener Schaf- und Ziegenrassen, Pflege von Magerrasen, Feuchtwiesen und Streuobst.
- Geldpreis: Lebensgemeinschaft e.V., Velden, Lkr. Nürnberger Land: Pflege von Kalkmagerrasen, Einsatz für Ackerwildkräuter, Inklusionsbetrieb mit sozialem und ökologischem Engagement.
Oberbayern:
- Geldpreis: Abrahamhof – Sindlhauser GbR, Benediktbeuren, Lkr. Bad Tölz-Wolfratshausen: Extensive Bewirtschaftung von Moorflächen, Erhalt alter Obstgärten, Umweltbildung.
- Geldpreis: Johann Mayer, Seebruck, Lkr. Traunstein: Pflege von Moor- und Streuwiesen, Kooperation bei Renaturierungsprojekten, innovative Maschinentechnik im Naturschutz.
- Sachpreis: Franz Hofmann, Grabenstätt, Lkr. Traunstein: Langjähriger Einsatz für Wiesenbrüter, extensive Bewirtschaftung, Erhalt alter Obstsorten.
Oberfranken:
- Geldpreis: Schlossberghof Frankenwald, Marktrodach, Lkr. Kronach: Heckenpflanzungen, Feuchtbiotope, Erhalt alter Sorten und Einbindung von Feriengästen in Naturschutz.
- Geldpreis: Biolandbetrieb Matthias Murrmann, Weismain, Lkr. Lichtenfels: Umwandlung von Acker in artenreiches Grünland, Wildpflanzensaatgut, Streuobst- und Heckenpflanzungen.
Schwaben:
- Geldpreis: Landschaftspflegehof Adelegg, Buchenberg, Lkr. Oberallgäu: Offenhaltung steiler Flächen, großflächige Beweidung mit Ziegen und Rindern, Förderung des Biotopverbunds.
- Sachpreis: Weidegemeinschaft Donaumoos GbR, Leipheim-Riedheim, Lkr. Günzburg: Extensive Beweidung mit Hochlandrindern, Wiedervernässung, Schutz seltener Arten.
Niederbayern:
- Geldpreis: Biohof Schmutzer, Grainet, Lkr. Freyung-Grafenau: Tiergerechte Bewirtschaftung mit Wasserbüffeln, Kooperation im Naturschutz, Öffentlichkeitsarbeit.
- Sachpreis: Biohof Halmlehen, Familie Krauß, Ering, Lkr. Rottal-Inn: Engagement für bedrohte Ackerwildkräuter wie den Echten Frauenspiegel, freiwillige Ertragsverzichte zugunsten der Artenvielfalt.
Oberpfalz:
- Geldpreis: Daniela und Matthias Ochsenkühn, Tyrolsberg, Lkr. Neumarkt i.d.OPf.: Pflege artenreicher Nass- und Magerwiesen, Biotopverbund, Umweltbildung als „Juradistl-Hof der Biologischen Vielfalt“.
- Sachpreis: Martin und Marion Wolf, Immenreuth, Lkr. Tirschenreuth: Langjährige Pflege von Naturschutzflächen, Erhalt bedrohter Rassen, vielfältige Lebensraumgestaltung.
Unterfranken:
- Geldpreis: Holzäckerhof Sebastian Sauer, Unterpleichfeld, Lkr. Würzburg: Schutz von Feldhamster und Feldlerche, Reptilienhabitate, nachhaltige Energiegewinnung.
- Sachpreis: Steffeshof Ludwig Weber, Oberleichtersbach, Lkr. Bad Kissingen: Anlage neuer Feuchtbiotope und Hecken, Erhalt von Streuobst, Verbindung von Regionalvermarktung und Naturschutz.
Pressefotos der Preisverleihung stehen zum Download bereit unter. Bitte StMUV als Bildquelle angeben: https://www.stmuv.bayern.de/aktuell/mediatek/termine.htm
Bild oben: Die Landwirtinnen und Landwirte erhielten für ihr besonderes Engagement für die biologische Vielfalt und den Erhalt wertvoller Kulturlandschaften die Auszeichnung „Naturschutzpartner Landwirt 2025“. Das Bild zeigt die Preisträgerinnen und Preisträger gemeinsam mit Umweltminister Thorsten Glauber, Direktorin der ANL Dr. Barbara Stammel, DVL-Vorsitzende Maria Noichl MdEP, BBV-Umweltpräsident Stefan Köhler MdEP, Bayerischer Landessprecher des DVL Klaus Fackler, Wolfram Güthler und Marcus Pertold vom StMUV und weiteren Gästen (Foto: StMUV/Ralf Rödel)
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