Georg Meister
(*1929)



Porträt von Georg Meister mit dem Zitat: Ich wünsche mir, dass die Förster künftig zu den wahren Hütern der Nachhaltigkeit werden.

Bis an Bayerns thüringische Grenze mussten wir kurz vor Weihnachten reisen, um Georg Meister zu besuchen. Dorthin – mehr als 400 Kilometer entfernt von Bad Reichenhall, seiner langjährigen Wirkungsstätte in den oberbayerischen Alpen – hat es den promovierten Forstwirt nach der Pensionierung verschlagen.
Denn auch im Ruhestand blieb er in seinem Beruf aktiv und erstellte forstliche Gutachten in Thüringen.


Meister ist Förster mit Leib und Seele. Sein Beruf war für ihn immer weit mehr als nur ein Job. Das wird im Gespräch schnell klar. Ohne seine Leidenschaft für den Wald hätte er wohl kaum die vielen Anfeindungen ausgehalten, denen er ausgesetzt war, als er in den 1970er-Jahren den „Nationalpark Berchtesgaden“ plante und später fast zwei Jahrzehnte das Gebirgsforstamt Bad Reichenhall leitete. Seinen Gegnern missfiel, so erzählt er, dass er sich für eine drastische Reduzierung überhöhter Wildbestände einsetzte, damit sich wieder naturnahe Wälder entwickeln können.


Besonders erboste das laut Meister Jäger, die ausschließlich an der Erbeutung von Trophäen interessiert waren. Dabei gehörte Meister selbst einmal zu ihnen. Der Sohn eines Försters ist nach wie vor ein hervorragender Jäger und hat ab dem viertem Lebensjahr (1933) eine nach eigenen Worten „harte, waidgerechte Erziehung“ erfahren. Deren Werte waren es schließlich, die ihn zum Umdenken und zum Naturschutz brachten.



Historisches Bild aus den Vierziger Jahren zu sehen ist Ein Mann und ein Bub in dicker Winterkleidung vor winterlicher Landschaft.

Der 13-jährige Georg Meister mit seinem Vater vor dem Aufbruch zur waidgerechten Jagd
(Foto: Maria Meister, gestorben 1947).



Tonaufnahmen

Georg Meister im Gespräch

Doppelpfeil Teil 1

Doppelpfeil Teil 2

Doppelpfeil Teil 3

Doppelpfeil Teil 4

Doppelpfeil Teil 5



Gesamter Beitrag in den Naturschutzgeschichte(n)

Das gesamte Interview finden Sie ab Seite 169:
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