Enoch zu Guttenberg (*1946)

Portraitfoto von Enoch zu Guttenberg mit seinem Zitat Ich bin Apokalyptiker.

Oberfranken, Oberland, Österreich – weit außerhalb der Landeshauptstadt hat Enoch zu Guttenberg sein Schloss und seine Ländereien, lässt es sich aber nicht nehmen, in München nach Kräften hineinzudirigieren. Als Musiker bespielt er die Philharmonie und die Residenz (und sonst die großen Konzertsäle der Welt), zum Interview im feinen Hotel kommt er direkt vom Mittagessen mit Hubert Weinzierl. Der Vater war Politiker, sein Sohn Karl Theodor wurde es auch, beide mit großem Engagement in der Partei. Nur Enoch zu Guttenberg selbst ist bei Parteipolitik lieber außen vor.

Er trat in die CSU ein, trat aus, trat wieder ein, war angefragt worden, die ÖDP und die Grünen mitzugründen, und entschied sich bewusst dagegen. Parteipolitik bedeutet Kompromisse, aber der Baron ist überzeugt: „Diese Welt ist nur rettbar, wenn man kompromisslos Ziffer 1, 2, 3 erfüllt oder nicht erfüllt“. Er wandte sich lieber außerparlamentarischen Aktionen und Institutionen zu, von der „Grünen Aktion“ gegen einen Flughafen im Hofoldinger Forst bis zum Deutschen Naturschutzring. „Der DNR ist nach dem ADAC der größte Verband. Und wenn der eine Wahlempfehlung gibt, dann geht das einer Partei auf die Nerven. Mehr, als wenn man als berechenbare, kleine Partei irgendwas sagt“, erklärt er. Und fügt hinzu: „Das Außenstehen und Nicht-Berechenbar-Sein hat mehr Hebelwirkung“.


Enoch zu Guttenberg ins Dirigieren vertieft.
(Foto: Marcus C. Hurek, 2011)


Helmut Kohl und Hartmut Graßl  vor einem Mikrofon.
Der Vorstand des BUND 1978 mit Ehrengast Bundespräsident Walter Scheel (von links: Hubert Weinzierl, Walter Scheel, Gerhard Thielcke und Enoch zu Guttenberg) (Foto: Privatarchiv Weinzierl, 1978)


Gesamter Beitrag in den Naturschutzgeschichte(n)

Das gesamte Interview finden Sie ab Seite 128:
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