Forschungsthemen der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL)
Laufende Forschungsprojekte
Neben der Weiterbildung ist die Forschung ein wesentliches Standbein der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL). Derzeit werden die folgenden Themen bearbeitet:
Beweidung und Naturschutz in Bayern
Die Bedeutung der extensiven Beweidung als Landschaftspflege-Maßnahme hat im bayerischen Naturschutz in den letzten zehn Jahren stark zugenommen. Im Projekt werden die Lebensraumtypen Bayerns auf ihre Tauglichkeit für diese Pflegemaßnahme analysiert und konkrete Handreichungen zum Management erarbeitet. Eine online-Datenbank wird zusätzlich Detailinformationen zu bayerischen Beweidungsprojekten bereitstellen.
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Almen aktivieren – neue Wege für die Vielfalt
Im Rahmen dieses INTERREG-Projektes werden Beweidungsformen mit gefährdeten, standortangepassten Nutztierrassen zum Management von Almweiden entwickelt und praktisch erprobt. Dabei werden brachliegende Almflächen reaktiviert und wertvolle Lebensräume für Tier- und Pflanzenarten hergestellt. Eine ökonomisch sinnvolle und ökologisch vorbildliche Almbewirtschaftung wird gefördert.
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Schutzmaßnahmen für Ameisenbläulinge
Die Symbiose von Bläulingen mit Ameisen ist wissenschaftlich faszinierend und ein anspruchsvolles Naturschutzziel. In diesem Projekt werden die Lebensraumansprüche erforscht und Managementstrategien für drei Ameisenbläulinge von Feuchtgebieten entwickelt. Insbesondere unterschiedliche Mahdfrequenzen und –zeitpunkte stehen auf dem Prüfstand.
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Ursachenanalyse: Warum verschwindet der Hochmoorgelbling?
Der Hochmoorgelbling (Colias palaeno) ist eine Charakterart der Moore im Alpenvorland und ein Indikator für intakte Hochmoor-Lebensraumkomplexe. Im Forschungsprojekt werden die Ursachen für den zum Teil deutlichen Rückgang der Art analysiert und wesentliche Gefährdungsursachen isoliert. Auf Grundlage der Diskussion möglicher Ursachen werden Managementempfehlungen entwickelt.
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Abgeschlossene Forschungsprojekte
Managementstrategien zur Offenhaltung degradierter Hochmoorflächen – Beweidung des Schönramer Filzes
Vor dem Hintergrund seltene Hochmoore wiederherzustellen wurden durch eine Untersuchung der Fauna Managementstrategien zur Offenhaltung degradierter Hochmoorflächen entwickelt. Zentraler Ansatz war eine extensive Schaf-Beweidung des Schönramer Filzes. Gleichzeitig wurde untersucht, ob sich stark gestörte Moorbereiche durch Vernässung wiederherstellen lassen.
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Faunistische Erhebungen in renaturierten Mooren
Zur Erfolgskontrolle der Wiederherstellung wiedervernässter Frästorfflächen zweier Moore wurden faunistische Erhebungen durchgeführt. Dabei fanden sich vor allem unter den Vögeln, Libellen, Ameisen und Laufkäfern zahlreiche gefährdete Arten der Roten Listen. Insbesondere rastende und nahrungssuchende Limmikolen profitierten von der Wiedervernässung.
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Weitergehende Informationen
Interne Links
- Beweidung und Naturschutz in Bayern
- Almen aktivieren – neue Wege für die Vielfalt
- Schutzmaßnahmen für Ameisenbläulinge
- Ursachenanalyse: Warum verschwindet der Hochmoorgelbling?
- Managementstrategien zur Offenhaltung degradierter Hochmoorflächen
- Faunistische Erhebungen in renaturierten Mooren
