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Lebensraum unter Strom – Trassen ökologisch managen. Ein Praxisleitfaden.

Titelbild der Broschüre „Lebensraum unter Strom“ mit 3 Bildern: Unter einer Freileitung grasende Schafe, eine Heidefläche und ein Arbeitseinsatz.

Titelbild der Broschüre „Lebensraum unter Strom“.

Lebensraum unter Strom – Trassen ökologisch managen. Ein Praxisleitfaden.

(PN) Der Netzausbau ist ein nach wie vor heiß diskutiertes Thema. Naturschutzfachlich werden vor allem die negativen Auswirkungen von Trassen auf Vögel diskutiert. Doch unterhalb der Freileitungen und oberhalb von Erdkabeln bietet sich auch ein naturschutzfachliches Aufwertungs- und Vernetzungspotential. Eine aktuelle Veröffentlichung des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege (DVL) zeigt Möglichkeiten auf, wie ein ökologisches Trassenmanagement ausgestaltet werden kann, um diese Potentiale zu nutzen. Zunächst werden Kriterien für ein ökologisches Trassenmanagement definiert und der Netzplanungsprozess grob umrissen. Sowohl für die Trassenplanung als auch für die Trassenpflege werden Handlungsmöglichkeiten aber auch Grenzen einer naturschutzfachlichen Aufwertung aufgezeigt. Nicht behandelt werden allerdings naturschutzfachliche Zielkonflikte, insbesondere mit Blick auf das besondere Artenschutzrecht, die durch ein ökologisches Trassenmanagement entstehen können. Solche Konflikte sind dann denkbar, wenn durch attraktive Strukturen zunehmende Aktivitäten von Fledermäusen und Vögeln das Risiko für einzelne Individuen erhöhen, mit den Freileitungen zu kollidieren.

Ein eigenes Kapitel widmet sich den wichtigen Abstimmungen und der Zusammenarbeit zwischen Netzbetreibern und Grundstückseigentümern bis hin zu den gewerblichen Trassenpflegern, die für eine erfolgreiche Maßnahmenplanung und -umsetzung entscheidend sind. In Kapitel 6 werden schließlich konkrete Maßnahmen vorgestellt (extensivierte Bewirtschaftung, Anlage von Wald-Lebensräumen und Wald-Offenland-Komplexen sowie artbezogenen Maßnahmen) und anhand von Beispielen illustriert. Ein weiteres Kapitel zeigt darüber hinaus Möglichkeiten und Grenzen auf, wie ökologisches Management mit der kommerziellen Trassennutzung im Wald durch Kurzumtriebsplantagen oder Weihnachtsbaumkulturen kombiniert werden können. Abschließend werden die Kosten und Finanzierungsmöglichkeiten bei der Maßnahmenumsetzung behandelt und in einem Resümee Empfehlungen des DVL für ein ökologisch optimiertes Trassenmanagement ausgesprochen. Der Leitfaden gibt insgesamt einen guten Überblick, wie sich Trassen ökologisch aufwerten lassen, kann aber in entscheidenden Fragen nur an der Oberfläche bleiben. Es handelt sich daher in erster Linie um eine Informationsbroschüre, die zwar für Praktiker nur begrenzt anwendbar, aber umso mehr geeignet ist, um bei Entscheidungsträgern und der interessierten Öffentlichkeit als kostenlose Veröffentlichung für dieses wichtige Thema zu werben.

Deutscher Verband für Landschaftspflege (DVL) e.V. (2014): Lebensraum unter Strom – Trassen ökologisch managen. Ein Praxisleitfaden. – DVL-Schriftenreihe „Landschaft als Lebensraum“ 21, Ansbach: 51 Seiten, kostenlos.

Zitiervorschlag: Nagel, P.-B. (2015): Lebensraum unter Strom – Trassen ökologisch managen. Ein Praxisleitfaden.– ANLiegen Natur 37/1, S. 111; www.anl.bayern.de/publikationen/anliegen/meldungen/wordpress/stromtrassen/.


Dieser Artikel wurde am Donnerstag, 07. Mai 2015 um 07:21 veröffentlicht.
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