Miniwildnis für alle – Was Natur kann, wenn wir sie machen lassen
(Eva Spateneder) Wer bereit ist, bekannte scheinbare „Ordnung“ in der Natur aufzugeben und neue Blickwinkel einzunehmen, ist mit dem Buch „Miniwildnis für alle“ bestens bedient. Es strotzt von realisierbaren Aktionen und unterstützt Lesende sogar mit FAQ. Die Chancen sind in der „Unordnung“ der Natur zu sehen, Natur als stete Arbeiterin mit dem Menschen als Impulsgeber, der beobachtend Raum dafür schafft.
Konkret richtet sich das Buch an jede Person, die Land besitzt oder aktiv neugestalten will. Um alle ins Boot des „Wildings“ zu holen, werden wichtige Begriffe und Konzepte vorab erklärt. Die Leserschaft wird herausgefordert, sich der aktuell verzerrten Wahrnehmung der Natur zu stellen und Dynamiken, Sukzession und Akzeptanz für den eigentlichen Charakter der Natur – freigeistig und wild – zu verstehen. Durch explizite Rollenbeschreibungen von Tieren und Pflanzen, die scheinbar alltäglich erscheinen, zeigen sie die Bedeutung jedes einzelnen, noch so unscheinbaren Lebewesens auf. Als Sinnbild wird ein Haus verwendet, welches auf verschiedenen Säulen steht. Die Wildnis – mit aktuell weniger als 0,7 % aller Landschaft – ist dabei eine sehr wackelige, dünne Säule. Aber das soll die Leserschaft nicht entmutigen, im Gegenteil überzeugen die erfolgreich durchgeführten Projekte: Neue Totholzgärten, wilde Firmenflächen, Balkonverwilderung, neue Urwälder oder ein „#“ für kleine Pflänzchen als Bildungsarbeit für breitere Akzeptanz begeistern. Daneben gibt das Buch Einschätzungen und mögliche Förderungen für Projekte.

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