Mittel- und Niederwälder in Bayern – Gelebte Tradition und Artenvielfalt
Titelbild der neuen Broschüre „Mittel- und Niederwälder in Bayern – Gelebte Tradition und Artenvielfalt
(Benno Nehm) Mittel- und Niederwälder zählen zu den artenreichsten und gleichzeitig zu den am stärksten zurückgegangenen Waldnutzungsformen Mitteleuropas. Noch um 1900 bildeten sie in Bayern rund 12 Prozent der Wälder; heute sind es nur noch 0,2 Prozent.
Die sehr gelungene Broschüre vermittelt einen fundierten, klar strukturierten Überblick über die historische Entwicklung, ökologische Bedeutung und die heutige Praxis in Bayern. Zudem bietet sie einen Ausblick auf ihre Zukunft und Förderung.
Die historischen Hintergründe, waldbauliche Abläufe und ökologische Zusammenhänge werden verständlich erläutert und durch zahlreiche Praxisbeispiele ergänzt. Besonders überzeugend ist die konsequente Verknüpfung von Nutzung und Naturschutz: Die Mittel- und Niederwälder regelmäßig und strukturreich zu nutzen ist die zentrale Voraussetzung für ihre hohe Artenvielfalt. Aspekte wie Lichtdynamik, Totholz, Nutzungsmosaike und die Bedeutung der Altbäume als sogenannte Überhälter werden wissenschaftlich fundiert dargestellt.
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