Lichtverschmutzung – Ursache des Insektenrückgangs?

Die Lockwirkung auf Insekten durch künstliches Licht ist seit langem bekannt und wird zu Forschungszwecken – etwa bei Nachtfaltern – gezielt eingesetzt. Doch die allgegenwärtigen Lichtquellen von Städten, Straßen und Laternen stellen für viele Insekten eine Falle dar (Foto: Iris Göde/Piclease).
Johannes Voith und Bernhard Hoiß
https://doi.org/10.63653/lhss5761
Die künstliche Beleuchtung unserer Landschaft nimmt stetig zu. Viele Insektenarten sind aber auf den natürlichen Hell-Dunkel-Rhythmus angewiesen. Vor allem unter den nachtaktiven Arten kommt es daher zu großen direkten und indirekten Verlusten. Damit hat die Lichtverschmutzung ein erhebliches Potenzial, vor allem den Bestand nachtaktiver Arten zu gefährden. Kumulationseffekte mit anderen Faktoren sollten dringend vermieden werden. Neben der Wahl geeigneter Leuchtmitteln gilt es, wo immer möglich, die Beleuchtung abzuschalten oder ganz darauf zu verzichten, Streulicht zu vermeiden sowie Leuchtdauer und Lichtintensität auf das nötige Maß zu begrenzen.
Summary
The artificial lighting of our landscape is steadily increasing. However, many insect species depend on the natural light-dark rhythm. This causes large direct and indirect losses especially among the nocturnal species. Thus, light pollution has a significant potential, to affect nocturnal species on population level. Cumulating effects with other factors should be avoided urgently. In addition to the choice of appropriate lights, we need to switch of or avoid illumination in total, if possible. Furthermore, scattered light, light duration and light intensity need to be avoided to the necessary degree (translated by the editors).
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